Protokoll Treffen Leihladen-Gruppe

Protokoll zum Treffen der Leihladen-Gruppe am 26.02.20

Anwesende

  • Frauke
  • Ina
  • Claudia
  • Fanny
  • Romy
  • Irina
  • Kuno

Ergebnisprotokoll

Trägerverein

  • Leihladen und digitales Angebot könnten künftig eventuell unter dem Dach von inpeos e.V. laufen (wo Ina ehrenamtliches Mitglied ist)

Digitale Ergänzung

  • Plattform als Ergänzung zum Leihladen als Ort; nicht ausschließlich digitales Angebot schaffen (zu anonym)
  • Option 1: depot social (Leipziger Plattform, bei der sich Privatpersonen gegenseitig Dinge leihen)
    • Romy hat Kontakt zu Betreiber*innen aufgenommen und deren Webinar belegt
    • würden Infrastruktur zur Verfügung stellen: 100 € Jahresgebühr, Trägerverein als Voraussetzung, Franchise?! (Vertrag und Verpflichtungen müssten geprüft werden)
    • nächster Schritt: Vertrag sichten und an inpeos weiterreichen - eventuell Entscheidung darüber bei Vorstandssitzung am 20. März
  • Option 2: Förderverein für regionale Entwicklung e.V.
    • Azubis suchen noch Webseiten-Projekte, um Kenntnisse anzuwenden
    • Erstellung der Webseiten kostenfrei, bis 2030 Support
  • Option 3: Medieninformatik (TU Chemnitz)
    • entweder Abschlussarbeit ausschreiben oder von Hiwi erstellen lassen
    • zu klären wäre der Zeitrahmen (bei Abschlussarbeiten) und wer künftig Betreuung übernehmen kann

Input Leihladen Berlin

  • zum Start Mind Map erstellen: was wollt ihr erreichen / Visionen → Überarbeitungs- schleife: Feedback von außen einholen, einarbeiten, Feedback usw.
  • Wertepapier / Leitbild verfassen
  • Typisches Problem: Leute, die gerne Laden nutzen wollen, aber nicht selbst mitmachen → trotzdem: Leute und Dinge jetzt schon dokumentieren (Datei wird durch Berliner Leihladen zur Verfügung gestellt)
  • Nutzungsbedingungen erarbeiten (Voraussetzungen, Fristen, Beiträge, Schadens- fall, Pfand etc.)
  • Anmeldeformular
  • Mitgliedsdauer variabel: 3, 6 oder 9 Monate (pro Monat 3 Euro) → nach Einkommenssituation reduzieren?
  • Sachen verbleiben auch nach Austritt im Laden
  • Unterschied, ob Vereins- oder Leihladenmitglied (→ Abtrennung unklar)
  • Ehemaliger Berliner Laden: 67m² groß, vorne Umsonstladen („Wertschätzbereich“) hinten Leihregale sortiert nach Themen → auch in Chemnitz Umsonstecke und Leihladen kombinieren?
  • Inventarisierung von Anfang an (Aufkleber) → Listen koppeln: Mitglieder und Gegenstände
  • Öffnungszeiten: 15-18 Uhr/19 Uhr (je länger geöffnet, desto mehr genutzt)
  • Orgateam: 3-8 Leute, monatliches Treffen
  • Räumliche Nähe zu anderen Gruppen hilfreich (passendes Publikum)
  • Bisher keine schlechten Erfahrungen mit Sachen, die nicht zurückgebracht wurden, aber manchmal werden Sachen im Laden gestohlen
  • insgesamt als erfolgreich wahrgenommen, Mitgliedsliste: nach 8 Jahren 1000, aktiv ca 100 Mitglieder
  • Tipp: Umweltzentrum anfragen wegen Förderung (Thema: Nachhaltigkeit)

Austausch mit anderen Leihläden

  • Leihlokal in Karlsruhe oder Alexandra Uni Dortmund: Beratung in Rechtsfragen
  • Leihläden in Leipzig und Dresden zum Erfahrungsaustausch anfragen/einladen
  • Idee eines Leihladen-Kongress’ 2021 im Maintal -> Ina schickt eine Mail an eventuelle Veranstalter*innen um das Interesse der Gruppe zu bekunden

Visionen und Ziele

  • Ina: Nachhaltigkeit; Ressourcen schonend → Viele nutzen weniges gemeinsam
    • soziale Teilhabe: viele können sich Dinge nicht leisten
  • Frauke: lieber pro als gegen formulieren; FÜR: gemeinsames Nutzen von Gegenständen
  • Romy: für etwas engagieren, etwas konkretes, nicht immer politisch
    • Zu viel Konsum, viel teilen und gemeinsam nutzen
    • Erleichterung, wenn ich Gegenstände nutzen kann, nur wenn ich sie brauche
    • Viele würden das nutzen, aber Plattform fehlt
  • Frauke: GEMEINSAM – Umgang miteinander verbessern, Interaktion anregen, andere Einstellung zur Welt (wenn so viel genutzt wird)
  • Romy: deswegen wäre der Laden erstrebenswert: Treff- und Begegnungsort
  • Claudia: nachhaltiger und sozialer Aspekt – Anknüpfen auch an aktuelle Diskurse
    • Austausch im Laden eher als bei digitaler Plattform (nicht anonym)
    • Braucht beides für Funktionieren der Idee: Internet und Laden
  • Irina: Nutzung wird finanziell machbar; einfacher als im Bekanntenkreis rumfragen

Gegenstände

  • Welche Art von Dingen?
    • Spielzeug
    • Geschirr-Set für größere Veranstaltungen (Input von Hannah)
    • prozessual? → kommen durch Mitglieder
  • Wie einen Grundstock für den Start aufbauen?
    • jedes Neu-Mitglied bringt eine Sache ein → reicht für Start nicht (auch wenn es später irgendwann sogar zu viele Dinge sein könnten)
    • Liste mit Leuten und deren mögliche Spenden/Dingen anlegen
    • Öffentlichkeitsarbeit, Spenden → braucht zuerst Raum, um zum Spenden aufrufen zu können
    • ebay Kleinanzeigen
    • crowd-funding für Dinge, wenn Laden besteht
    • Gruppen anfragen, auch Studis oder Fridays for Future:
      • Mitstreiter*innen suchen oder anfragen wegen Sammlung → Input was junge Leute brauchen (was wir nicht auf dem Schirm haben)
  • Wie ist das mit Dingen, die nicht zurückkommen oder kaputt gehen:
    • Versicherung? → eher nicht
    • Pfand (je nach Wert des Gegenstands) → für Menschen mit niedrigem Einkommen ggf schwierig
    • Funktionstest → in Nutzungsbedingungen festhalten
    • offene Frage: Mutwillige Zerstörung vs. Altersschwäche → Nicht Einzelperson sondern Gruppe entscheidet über solche Fälle?

Öffentlichkeitsarbeit

  • brauchen Flyer, um Leute anzusprechen (mitmachen, spenden, …)
  • Kurzskizze für Finanzierungs- und Raumanfragen
    • Idee bzw. Konzept
    • aktueller Stand
    • Wo brauchen wir Unterstützung?
    • Ehrenamtliche Initiativgruppe
  • gemeinsame Projektskizze erarbeiten: Ina lädt bisherigen Entwurf bis Sonntag, 01.03. hoch; die kann bis 08.03. von allen Gruppenmitgliedern bearbeitet, ergänzt usw. werden → Nutzung für Raumanfragen etc.

Raum und Finanzierung

  • Ort als entscheidende Frage: zentral, viel Durchgangsverkehr
  • eventuell in der Nähe von ähnlichen Projekten
  • aber: wie anmieten und Miete zahlen → Raum- und Finanzierungsfrage hängen eng zusammen
  • Krach:
    • Förderung für bestimmte Projekte, bis 3 Jahre nur Kaltmiete zahlen
    • passt das für uns? Geht es eher um Unternehmen? Nach 3 Jahren selbsttragend
  • Kulturhauptstadt:
    • Ina hat Leihladen-Idee an Netzwerk für Kultur- und Jugendarbeit weitergeleitet, die für Bewerbungsbuch der Stadt Ideen sammeln
  • lieber keine Projektfinanzierung wegen Unsicherheit und wiederkehrendem Aufwand
    • Wie langfristige Finanzierung sichern?
    • Gibt es einen Raum, den wir umsonst/gegen wenig Miete bekommen?
      • GGG, Stadthalten Chemnitz e.V. anfragen
      • Ähnliche Initiativen oder Bürgerzentren anfragen, ob gemeinsame Raumnutzung möglich (z.B. Repair-Café, Kompott -> evtl. stellt Ort Hürde dar?)
    • ist Krach-Finanzierung trotzdem geeignet, weil immerhin über 3 Jahre?
  • Will man Politik ins Boot holen? Stadträte ansprechen? Problem der Vereinnahmung? → eher im Hinterkopf behalten

Aufgaben

  • Frauke geht in Kulturhauptstadtbüro
  • Irina fragt Krach an und bei Laden auf dem Brühl
  • Romy spricht Freundin an, die bei der Stadt arbeitet und wendet sich an Stadthalten e.V. und fragt bei Fridays for Future an
  • Ina fragt Herr Ihle von der GGG, und Repair-Café an
  • Alle schauen nach leeren Läden oder Initiativen, für evtl. gemeinsame Raumnutzung
  • Ina leitet Vertragsentwurf an inpeos weiter, am 20.3. Vorstandssitzung (evtl. Ergebnis)
  • Ina schickt Handzettel-, Flyer- und Projektskizzenentwürfe → alle bearbeiten Skizze bis 08.03.

Unterstützung wobei und Art?

  • Technisches Know-How (Listen zusammenführen)

  • Öffentlichkeitsarbeit – Ideen für Ansprache, Leute zur Unterstützung

  • Raum und Organisation von Treffen

  • Methoden zu Feedback / Nutzung können wir (Labor) bis zum nächsten Treffen erarbeiten

Nächste Termine:

  • Treffen:
    • 30.03.20 17 Uhr
    • grundsätzlich eher im monatlichen Turnus
  • Aktionstage -> nicht selbst mit Programm bespielen, aber eventuell für Öffentlichkeitsarbeit nutzen
    • 16.-19.4 staunt-Festival von Bordsteinlobby e.V. (Kaßberg, Sonnenberg, Brühl)
    • 24.4. FÖJ-Aktionstag (Brühl)
    • 16.5. Familienfest auf dem Brühl (Tag der Städtebauförderung)

Kommunikation: