Verkehrsberuhigungstreffen - Protokoll vom 24.02.2020

Protokoll zum Gruppentreffen Verkehrsberuhigung am 24.02.20

Anwesende

  • Micha_X
  • Hendrik
  • Michael_S
  • Sebastian
  • Steffi
  • Fabian
  • Michael_F
  • Patricia
  • Jennifer
  • Astrid
  • Mira
  • Jen
  • Christian

Zusammenfassung vom Treffen:

  • Gruppe sieht zu schnell fahrende Autos und teilweise auch Fahrradfahrende als Gefahr für alle Bewohnerinnen und Passantinnen an.
  • Viele sind der Meinung, dass letztendlich nur eine Sperrung der Durchfahrt die Lage entspannen wird. Hierfür muss aber die Stadt handeln
    • Damit die Stadt ins Handeln kommt müssen Daten vorliegen
    • Messung des Verkehrsaufkommen durch die Stadt selbst oder durch Teilnehmer*innen der Gruppe
    • Wie kann man die Stadt davon überzeugen?
  • Viele Autofahrerinnen sind Anwohnerinnen, Ladenbesitzerinnen oder Dienstleisterinnen die regelmäßig über den Brühl fahren, welche mit Aktionen auch direkt erreicht werden können und evtl. zu einer anderen Fahrweise überredet werden können.
  • Andere Meinungen und Sichtweisen auf das Thema sollten gesammelt werden und Unterstützer für eine Messung bzw. Sperrung der Durchfahrt könnten eine Petition initiieren.
  • Einvernehmliches Ziel ist ein Aktionstag z.B. zum Brühlfamilienfest am 16.05
    • Aktionen wie: Kinder malen Verkehrsschilder, Autofahrern wird Schrittgeschwindigkeit gezeigt
    • Sammlung von Unterschriften für eine Petition
    • Sammeln unterschiedlicher Meinungen zum Thema

Nächster Termin: 16.03.2020 17 Uhr

Protokoll:

Zukunftswerkstatt:

  • Problem:
    • viele/einige fahren zu schnell = potentiell gefährlich
    • was soll Schrittgeschwindigkeit bzw. eine angemessene Geschwindigkeit sein?
    • zudem weitere Ablenkung durch Smartphone Nutzung beim Fahren
    • Fahrradfahrerinnen als weitere Verkehrsteilnehmerinnen sowohl Problem als auch betroffen
    • Huckel als Lösung und Problem: einerseits durchaus wirksam, andererseits unbeliebt bei Anwohner*innen, weil ursprünglich als Verkehrshindernis gedachte Huckel zu Spielplatz geworden sind
    • Poller falsch aufgestellt? - Zöllnerplatz (können umfahren werden) und Karl-Liebknecht-Straße (auf der falschen Seite, so dass Durchfahrt über den Brühl “sinnvoll” ist)
    • Spielstraße vs. Fußgängerzone → laut STVO nicht vereinbar, dass Fußgängerzone und Anwohnerinnen rein dürfen → wie wird das in anderen mittelalterlichen Stadtkernen vereinbart? (dort gibt es Fußgängerzonen mit Anwohnerinnenzufahrt) → Fußgängerzone 2013 im Stadtrat abgelehnt
  • Utopie:
    • so wenig Autoverkehr wie möglich und der langsam!
    • Shared Space als gemeinsamen Prozess mit Anwohnerinnen und Autofahrerinnen anstoßen, um gemeinsame Lösungen/Vorstellungen zu finden (=realistische Utopie) → aber: welche bzw. wessen Interessen gilt es zu berücksichtigen (was ist z.B. mit Investor*innen?)
    • Brühl als Fußgängerzone so beleben, dass Autofahrer*innen nicht mehr durchfahren wollen
    • Durchgangsverkehr unterbinden
  • Verwirklichung:
    • Autofrei nicht möglich
    • zwei grundsätzliche Ansätze:
      • bauliche Veränderungen, neue Vorschriften (dafür braucht es aber die Stadt!) -> Zufahrt ja, Durchfahrt nein!
        • Durchfahrt sperren bzw. unmöglich machen
        • Schlängellinien (Abbremsen)
      • bau- und vorschriftsmäßig alles so lassen, aber Menschen sensibilisieren und überzeugen (neue Bausituation schafft neue Probleme)
        • mögliche Aktionen: Blockaden, Spielgeräte, Sitzgelegenheiten
        • Bedenken 1: für dauerhafte Lösung braucht es städtische Initiative
        • Bedenken 2: Sitzgelegenheiten als Aufenthaltsorte auch Quelle von Lärm (Musik etc.) → führt zur Diskussion/Frage: was soll der Brühl eigentlich sein? Aufenthaltsort? Fußgängerzone? Spielstraße? Ruhiges Wohnviertel?

Konkrete Ideen und Ansatzpunkte

  • Anfrage an die Stadt
  • Petition -> zeigen, dass es kein Anliegen Einzelner ist
  • Datenlage erarbeiten: braucht es damit die Verwaltung ans Arbeiten kommt
    • Messen, wie schnell sind die Leute hier unterwegs (auch Radfahrer)
      • Radarmessung
      • Videoerfassung (schwierig wegen Datenschutz, Stadtverwaltung selbst)
      • Leute mit Klemmbrett
      • Geschwindigkeitsanzeige: Rückmeldung, wie schnell fährt man → Michael_F erkundigt sich bei der Stadt (Mieten / Aufstellen lassen…)
  • Aktionstag:
    1. Was gibts für andere Utopien, Befragung
      • Unterschiedliche Statements
      • Diverse Statements
    2. Petition für Zählung
    3. Aktionen
      • Kinder gestalten Metallschilder, Ähnlich wie auf dem Lessingplatz, Idee der nicht STVO Schilder
      • Aufklärungsarbeit: Was ist denn Schrittgeschwindigkeit? Autofahrern zeigen
    • Mögliche Termine für Aktionstage:
      • 19.4. Staunt-Festival - Bordstein Lobby e.V.
      • 24.4 FOJ Aktionstag auf dem Brühl
      • 16.5 Brühl Familienfest, Kooperation mit dem Brühl Familienfest.